Was sind ultraviolette (UV) und infrarote (IR) Lichter?
Ultraviolettes (UV) und infrarotes (IR) Licht sind Teile des elektromagnetischen Spektrums, einer Bandbreite aller Arten elektromagnetischer Strahlung, die nach ihrer Wellenlänge kategorisiert wird. Der Unterschied besteht darin, dass UV-Licht eine kürzere Wellenlänge aufweist, während das IR-Spektrum eine wesentlich längere Wellenlänge hat.
Ultraviolettes (UV) Licht
Wellenlängenbereich: 10 bis 400 Nanometer (nm), kürzer als sichtbares Licht.
Arten von UV:
- UVA (315-400 nm): Langwelliges UV, das mit Hautalterung und Bräunung in Verbindung gebracht wird.
- UVB (280-315 nm): Mittleres UV kann Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen.
- UVC (100-280 nm): Kurzwelliges UV, hochenergetisch und wird zur Sterilisation verwendet; wird größtenteils von der Erdatmosphäre absorbiert.
Infrarotlicht (IR)
Wellenlängenbereich: 700 Nanometer bis 1 Millimeter, länger als sichtbares Licht.
Arten von IR:
- Nahinfrarot (700 nm – 1.3 μm): Wird in der Glasfasertechnik und in Fernbedienungen verwendet.
- Mittlerer Infrarotbereich (1.3 μm – 3 μm): Eingesetzt in der Umweltüberwachung und Spektroskopie.
- Ferninfrarot (3 μm – 1 mm): Wird in der Wärmebildgebung und Wärmeerkennung eingesetzt.
Benötigen Pflanzen UV- und IR-Licht?
Wir alle wissen, dass Pflanzen stark auf rotes und blaues Licht angewiesen sind, um zu überleben und zu gedeihen, aber gilt dies auch für UV- oder IR-Licht? Technisch gesehen benötigen Pflanzen kein UV- und IR-Licht zum Wachsen, da sie für die Photosynthese hauptsächlich auf sichtbares Licht angewiesen sind. Allerdings haben UV- und IR-Licht positive Auswirkungen auf das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen, insbesondere wenn sie in kontrollierten Umgebungen wie Gewächshäusern, Growzelten oder Indoor-Gärten angemessen eingesetzt werden.
Ultraviolettes (UV) Licht und Indoor-Pflanzen
Einerseits ist UV-Licht wirksam bei der Nachbildung einer natürlichen Umgebung und sorgt dafür, dass Pflanzen sich so verhalten, als würden sie in freier Natur wachsen. UV-Licht für Pflanzen fördert bekanntermaßen eine schnellere Photosynthese, vergrößert die Blattfläche, erhöht den THC- und CBD-Gehalt, fördert die Verzweigung und sorgt für eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge.
Die richtige Verwendung von UV-Licht für Pflanzen kann auch deren Nährstoffqualität verbessern und gleichzeitig die Biomasseproduktion stimulieren, indem sie die Pflanzen einem gewissen Stress aussetzt. Unter UV-Licht gezüchtete Pflanzen weisen in der Regel auch ein höheres Trockengewicht auf.
Auf der anderen Seite kann der übermäßige Einsatz von UV-Lampen für Pflanzen zu Lichtstress führen, der wiederum das Pflanzenwachstum behindern und die Erträge verringern kann. Dies liegt daran, dass Pflanzen mehr Energie für die Produktion von Trichomen aufwenden, um sich zu schützen, anstatt größer und robuster zu wachsen. UV-Stress kann auch zu einer Photoinhibition der Chloroplasten führen, was zu einer geringeren Biomasseproduktion, Photobleaching und zum Absterben der Blätter führt.
Infrarotlicht (UV-Licht) und Indoor-Pflanzen
Infrarotlicht (IR), insbesondere im fernen Rotbereich, kann die sogenannte „Schattenvermeidungsreaktion“ auslösen, bei der Pflanzen einen Mangel an direktem Licht wahrnehmen und ihr Stammwachstum beschleunigen, um bessere Lichtverhältnisse zu erreichen. Dies ist besonders nützlich in Innenräumen, wo die Lichtverhältnisse genau gesteuert werden.
Infrarotlicht für Pflanzen verbessert auch die Effizienz der Photosysteme I (PSI) und Photosysteme II (PSII), die wichtige Bestandteile des Photosynthesevorgangs sind. Wenn Infrarotlicht zusammen mit blauem und rotem Licht eingesetzt wird, kann dies zu folgenden Ergebnissen führen:
- Erhöhte Photosyntheseaktivität.
- Beschleunigtes und robusteres Stammwachstum.
- Angemessener Knotenabstand (verhindert zu kompakte oder „langbeinige” Pflanzen).
- Entwicklung von mehr Blütenknospen, was das reproduktive Wachstum unterstützt.
Zusätzlich scheint IR-Licht den circadianen Rhythmus von Pflanzen zu regulieren und ihnen dabei zu helfen, zwischen verschiedenen Wachstumsphasen, einschließlich Schlaf- und Wachzyklen, zu wechseln. Dies ist besonders in den späteren Phasen der Pflanzenentwicklung von entscheidender Bedeutung, da viele blühende Pflanzen erst dann blühen, wenn sie einer ausreichenden IR-Strahlung ausgesetzt sind.
IR-Licht bietet zwar zahlreiche Vorteile, jedoch wird ein großer Teil davon in Form von Wärme abgegeben. Übermäßige Bestrahlung kann zu Überhitzung führen, was Stress, Austrocknung und sogar zum Absterben der Pflanzen führen kann.
Wie kann ich UV- und IR-Licht für meine Kultivierung einsetzen?
Die effizienteste Art und Weise, zusätzliches UV- und IR-Licht einzusetzen, hängt von den spezifischen Pflanzen, die Sie anbauen, und der Größe Ihrer Anbaufläche ab. Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche Anforderungen an die Lichtintensität, die photosynthetische Photonenflussdichte(PPFD), die UV- und die IR-Bestrahlung. Nachstehend finden Sie einen allgemeinen Leitfaden für den Anbau von Gras, der mit entsprechenden Recherchen auch auf andere Pflanzenarten angepasst werden kann.
Verwendung von UV-Licht in der Vegetations- und Blütephase
Vegetative Phase
Während dieser schnell wachsenden Phase empfehlen wir Ihnen, die Lichtintensität zwischen 400 und 600 µmol/m²/s zu halten. Zusätzlich zu den 16 bis 18 Stunden Hauptwachstumslicht sollten Sie in der mittleren bis späten Vegetationsphase täglich 1 Stunde zusätzliches UV-Licht für die Pflanzen einsetzen. Dies fördert eine robuste Pflanzenentwicklung und bereitet sie auf die Blütephase vor.
Blütephase
In der Blütephase sollten Sie zu einem natürlicheren Lichtzyklus von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit pro Tag wechseln, um die Blüte einzuleiten. Pflanzen benötigen in dieser Phase eine Lichtintensität von 800–1.000 µmol/m²/s. Ergänzen Sie Ihre Growlampen mit UV-Licht für Pflanzen gemäß dem folgenden Zeitplan:
- Frühe Blütephase: Stellen Sie täglich 60–90 Minuten zusätzliches UV-Licht bereit.
- Mittlere Blütephase: Erhöhen Sie die Bestrahlungsdauer auf 90–120 Minuten pro Tag.
- Späte Blütephase (letzte 2–3 Wochen): Erhöhen Sie die UV-Bestrahlung weiter auf 120 Minuten pro Tag, um den THC-Gehalt und das chemische Profil zu verbessern. Beobachten Sie die Pflanzen sorgfältig, da verschiedene Sorten unterschiedliche UV-Toleranzen aufweisen.
Verwendung von IR-Licht in allen Phasen
In allen Wachstumsphasen (mit Ausnahme der Keimung), sollten Sie vor dem Ausschalten der Beleuchtung für den Tag 30 Minuten lang IR-Licht einsetzen. Schalten Sie dazu die IR-Lampen für 10 Minuten ein, dann für 10 Minuten aus und schließlich für weitere 10 Minuten ein, bevor Sie alle Lampen für die Nacht ausschalten. Dieser Vorgang bereitet die Pflanzen auf ihren Schlafzyklus vor und fördert die Stoffwechselprozesse während der Ruhephase.
Um das Pflanzenwachstum und die Biomasseakkumulation zu optimieren, schalten Sie das IR-Licht morgens 15 Minuten vor dem Einschalten der Hauptbeleuchtung und abends 15 Minuten nach dem Ausschalten der Hauptbeleuchtung ein. Dieser Ansatz unterstützt die Pflanzen dabei, allmählich aufzuwachen, sodass sie tagsüber das Vollspektrumlicht effizienter aufnehmen und nachts reibungslos in die Schlafphase übergehen können.
Mars Hydro UV- und IR-ADlite-Zusatz-LED-Growlampen
Bei Mars Hydro haben wir unsere Produkte so konzipiert, dass sie alles bieten, was Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen benötigen. Insbesondere die ADlite-Serie von Mars Hydro umfasst zusätzliche LED-Growlampen, die das Pflanzenwachstum durch gezielte Lichtspektren – Ultraviolett (UV), Infrarot (IR) und Tiefrot – fördern. Diese Leuchten sind als Ergänzung zu bestehenden Vollspektrum-LED-Growlampen konzipiert und optimieren die Pflanzenentwicklung und den Ertrag, einschließlich:
Die Ergänzung durch UV- und IR-Zusatzbeleuchtung fördert das Pflanzenwachstum und die Widerstandsfähigkeit. UV-Strahlung stimuliert die Produktion von sekundären Metaboliten wie Flavonoiden und Anthocyanen, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, Stress und Krankheiten und kann bei bestimmten Pflanzen den THC-Gehalt erhöhen. IR-Licht (730–745 nm) sorgt für ein robustes Stammwachstum und einen angemessenen Knotenabstand und beschleunigt den Übergang von der Vegetations- zur Blütephase, was zur Photosynthese und zur allgemeinen Pflanzenentwicklung beiträgt.
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